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Lhasa Apso Hunde Sari und Raja vom Tal der Zwerge
Unsere Geschichte

 

Geschichte von Sari und Raja

Seit Monaten stand für uns fest, dass ein Hund in unserer Familie fehlt. Cairn Terrier, Havanese, Löwchen, Shih Tzu, Bolonka Zwetna und andere standen auf unserer Wunschliste. Da wir in einer Stadtwohnung leben, durfte es nur ein kleiner Hund sein. Wir besuchten große Hundeausstellungen in Kassel und Leipzig, um uns zu informieren. Dann hörten wir von einem Lhasa Apso einer Bekannten. Sofort war uns klar: so einer soll es sein. Durch Internet-Recherche stellten wir schnell fest, dass nur 10 Kilometer von uns entfernt, sich der Zwinger der Hundekinder vom Tal der Zwerge befindet. Wir riefen die Züchterin an und vereinbarten mit ihr einen Termin. Am Sonntag, dem 22. Juli 2007 fuhren wir ins Tal der Zwerge, wo 6 Lhasa Apso Hündinnen auf uns warteten. Dort erfuhren wir, dass demnächst der 1. (U-)Wurf für Romina geplant war. Die Hundemama gefiel uns ausgesprochen gut.

Romina

Am 10. August 2007 hatte die 2 1/2 jährige Lhasa Apso Hündin Romina vom Tal der Zwerge Besuch von Timo. 5 Wochen später stand fest, dass Romina zum ersten Mal schwanger ist. Am Montag dem 8. Oktober gegen Mittag gebar sie 5 gesunde Welpen: 4 Mädchen und 1 Jungen. Der Rüde und 2 Mädchen waren braun, die beiden anderen Hündinnen weiß. Eines der weißen Mädels, mit dunklen Ohren, stach sogleich hervor: Sari. Sie war ab Anfang an die Vorlauteste, immer die Erste an Mamas Zitzen. Bei ihrer Geburt um 14:15 Uhr wog sie 176 Gramm. Am Samstag 20. Oktober durften wir die Babys das erste Mal sehen; sie waren nicht mal 2 Wochen alt. Normalerweise kommt man in den ersten 4 Wochen nicht zu den Welpen. Die Züchterin hat für uns eine Ausnahme gemacht, da wir anschließend in Urlaub (Ägypten) gefahren sind und vor Neugier fast platzten. Auf der Warteliste nahmen wir Position 2 ein. Die Berliner Familie vor uns wünschte sich einen braunen Lhasa, so dass wir uns sofort für Sari entschieden. Raja war von den 3 braunen die dunkelste, mit einem weißen Fleck auf dem Rücken und weißen Pfoten. Sie sah einfach hinreißend aus! Wir vereinbarten, dass wenn die Berliner nicht Raja wählen, wir sie nehmen. Zum Glück entschieden sie sich für Luna, so dass das Geschwisterpaar Sari & Raja zusammenbleiben durfte. Raja wog bei ihrer Geburt um 13:45 Uhr 130 Gramm.

Raja und Sari mit ihren 3 Geschwistern

Am Samstag 10. November kam Papa Timo zu Besuch. Zum ersten Mal sah er seine 5 Kinder. Die Freude hielt sich in Grenzen: er hatte Angst vor den quirligen Welpen. Zwei Wochen später besuchten uns die 5 Geschwister in Plauen. Sie fluteten den Flur und "unsere" beiden sahen zum ersten Mal ihr neues Heim. Am Mittwoch 19. Dezember zogen Sari & Raja, geimpft und gechipt, endgültig nach Plauen. Sie waren die letzten, ihre 3 Geschwister waren zu diesem Zeitpunkt bereits bei ihren neuen Familien: Luna in Berlin, Ulian in Zwickau und Usana am Bodensee. Leider haben wir die 3 seit dem 1. Dezember 2007 nicht mehr gesehen.

Romina, Timo, Sari und Raja

Sari wurde am 27.11.07 wegen eines Nabelbruches operiert, ein kleiner Routineeingriff. Im April 2008 hatte Raja zwei Nickhautknorpel-Vorfälle. Dies ist bei Hunden mit wenig Schnauze und hervortretenden Augen nicht selten; man bezeichnet das auch als Cherry-Eye. Ende April wurde Raja deswegen an beiden Augen operiert. April / Mai 2008 bekamen Sari & Raja ihre erste Hitze.

Sari entwickelte sich schnell zur Alpha-Hündin; sie geht voran, ihre Schwester dackelt hinterher. Sari, ein "Geschenk Gottes", verteidigt ihr Revier und ihre Dosenöffner. Wie alle Lhasa Apso ist sie Fremden gegenüber erst mal zurückhaltend. Im Gegensatz zu ihrer Schwester ist sie aber sehr verfressen. Wenn der Fremde etwas Leckeres dabei hat, wird sie ganz schnell zutraulich. Raja, die "Paradiesische", dagegen ist unbestechlich, von Fremden nimmt sie nichts, sucht lieber Schutz bei "Mama + Papa". Sie ist sehr schreckhaft und vorsichtig. Das hat aber auch seine Ausnahmen. Bei Gewitter oder an Silvester stolziert Raja über den Balkon als wenn nichts wäre. Sari dagegen liegt derweil unterm Bett und kommt erst wieder raus, wenn der Spuk vorbei ist. Ebenso ist der Forscherdrang bei Raja stärker ausgeprägt. Sie springt in jedes Gebüsch, rennt in jeden Wald. Das passt eigentlich gar nicht zu ihrem sonst so vorsichtigen Wesen. Raja tollt auch mehr rum; wir sagen: sie ist die Sport-Ausführung des Lhasa. Zweiräder liebt sie über alles. Wenn man arglos vor sich hin schlendert und auf einmal der Länge nach hinfliegt, dann hat Raja einen Radfahrer entdeckt und aus dem Stand auf Höchstgeschwindigkeit beschleunigt!

Sari ist die Chefin und Raja könnte keine bessere haben. Raja liebt Knochen! Sobald Sari einen hat, möchte auch Raja diesen haben. Sie springt dann so lange vor Sari herum, quiekt erbärmlich, winselt mitleidig, bis Sari entnervt ihr den Knochen überlässt. Das würde sich nicht jedes Alpha-Tier bieten lassen, aber Sari ist halt souverän. Wenn wir uns mit den beiden Fellnasen mal ins Getümmel stürzen, ist das für Raja nicht so toll. Sie hat es lieber ruhig und geht bekannte Wege. Raja bleibt dann öfters ängstlich stehen und will nicht mehr weitergehen. Dann geht Sari zu ihr, stupst sie aufmunternd an, um ihr Mut zu machen. Das sieht soooo niedlich aus!

In den ersten Wochen waren wir mit den beiden jedes Wochenende in der Hundeschule (Tierheim Hof). Der Trainer sagte uns, dass es von Vorteil ist, die beiden einzeln zu trainieren. Soweit die Theorie. Ohne meine Schwester geht gar nichts! Wir haben des Öfteren versucht die beiden mal zu trennen. Das hat sicher die ganze Stadt mitbekommen. Dann wird Zeter und Mordio geschrien, dann geht man nicht einen Millimeter mehr! Leckerlis? Interessieren uns in so einem Augenblick nicht die Wurzel! Erst wenn die geliebte Schwester da ist, ist wieder alles in Butter. Auf unseren Gassi-Runden treffen wir auch viele andere Hunde, große und kleine. Als Sari & Raja noch klein waren, haben sie jeden erst mal angegiftet. Der Hundetrainer in Hof attestierte den beiden ein extrem hohes Aggressionspotential. Inzwischen hat sich das zum Glück gelegt. Andere Vierbeiner werden schwanzwedelnd begrüßt, und man beschnüffelt sich überall. Die Freundschaften dürfen aber nicht zu groß werden. Wenn sich eine der Schwestern mit einem anderen Hund zu gut versteht, wird die andere Schwester eifersüchtig, und es rumst im Karton. Dann wird der neue Freund der einen, zum neuen Feind der anderen. Inzwischen sind Sari & Raja 26 cm groß und wiegen 6,6 kg. Von gelegentlichen Magen-Darm-Problemen abgesehen, geht es den beiden sehr gut. An diesen Malessen sind sie nicht ganz unschuldig; denn sie stecken ihre Fellnasen wirklich in jeden Mist.

Ein Lhasa Apso macht sehr viel Arbeit, es bedarf täglich intensiver Fellpflege. Zwei Lhasa Apso machen doppelt so viel Arbeit. Durch ihre Sturheit bringen sie einen ab und zu zur Weißglut. Sie machen das alles wieder wett durch ihre liebenswerte Art. Es ist ein idealer Familienhund. Sari heißt "Geschenk Gottes", und als solches sehen wir die beiden. Die tibetischen Mönche in ihrer Heimat bezeichnen die Löwenhunde als Glücksbringer, als heilige Hunde, oder auch als "kleine Menschen".

Plauen, 1. Juni 2009